Zwei Wege stehen offen:
a) Festhalten an Jammern, Klagen, Aggressionen, Desinteresse, Respektlosigkeit, Mauer im Kopf? oder...
b) Ein Wollen zum erwachsenen Miteinander => "Wir", d.h.: Realitäten sehen; Lösungen finden, umsetzen. Ich denke, so geht es nicht gut weiter mit der Vereinigung . Wenn ich Bücher zur dem Thema von Dirk Oschmann, Jana Hensel (Untertitel: "Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet") bewegen mich Zweifel, lese ich Kowalczuk und Neumann, dann frage ich, wie will eine AFD solche komplexen Gegebenheiten bearbeiten, bewältigen.
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Anregungen, mögliche Argumente für den Abbau "mentaler Blockaden"
Zuwendung
hinsehen zum Gegenüber. Bereitschaft und Interesse zum Dialog. Was waren die Ursachen für die Trennung in Ost und West? (Kriegsfolgen Ostdeutschland)
• Zu welche Konsequenzen, unterschiedlichen Systemen das im Westen und im Osten führte?
• Wie entwickelten sich Identitäten und wie Mentalitäten in den unterschiedlichen Systemen?
• Unterschiedliche Positionierung, Verhaltensweisen von den Menschen im DDR-System
Anerkennen
• Menschen im Osten standen völlig anderen, meist höheren Anforderungen gegenüber.
• Für die Mangelbewältigung wurde viel Kreativität, Erfindergeist in höchstem Maß gefordert.
• Viele widersetzten sich, umgingen mit Geschick der zentralen Steuerung der SED, der Stasi.
• Hohe Leistungen erfolgten im DDR-Wohnungsbau, worauf heute noch zurückgegriffen wird.
• Nicht alle Menschen gingen, mussten in die Partei SED, es wurde gewünscht, war oft nötig.
• Helmut Kohl u.a. vollzogen ihren Einsatz und starteten die Sofort-Hilfe zum "Aufbau Ost".
Wertschätzung
• Basis: Wir sind Deutsche, haben gemeinsam lange Historie, sprechen die gleiche Sprache.
• Wir Deutsche haben gemeinsam 1945 den Krieg verloren. Den Osten hat es mehr getroffen.
Diese Tatsache hat Folgen, die sind gerechterweise jetzt gemeinsam auszugleichen.
• Gegenseitig Wertschätzung ist nicht nur wünschenswert, sie ist Anspruch da Gleichheit.
Akzeptieren
• West- und Ostdeutsche haben unterschiedlichen Identitäten, andere Lebens-Erfahrungen,
erlebten ein anderes miteinander Umgehen, entstanden sind unterschiedliche Mentalitäten. Akzeptieren ist nicht immer so einfach. Beispiel: Für Westdeutsche ist äußerst schwer, die vielen "Putin-Versteher" aus dem Osten zu verstehen, zu akzeptieren.
• Dieses Anders sein gilt es zu sehen und hinzunehmen. Es darf kein Hindernis, Vermeiden bestehen für das nötige, absolut wichtige miteinander Reden auf Augenhöhe.
• Menschen aus westliche Bundesländern akzeptieren sich untereinander, das Gleiche gilt auch untereinander in den östlichen Bundesländern. Diese Akzeptanz ist angestrebtes Ziel der mentalen Brücke für die Beziehungen von Ost zu West sowie West zu Ost.
Danken
• Danken kann ich allen Ostdeutschen, die Offenheit zeigten, mir Einblick gewährten und
Vertrauen schenkten, als ich 1990 mit Technologie-/Knowhow-Transfer in den Osten kam.
• Gehe oder Fahre ich heute -mit offenen Augen- durch Städte, Gemeinden und Landschaften
der östlichen Bundesländer, vergleiche zu meinem erlebten Zustand in 1990, empfinde ich
Freude, es ist so vieles erreicht in den 35 Jahren, die Ergebnisse sind deutlich sichtbar.
• Die aktuellen Gegebenheiten im mentalen Bereich werden wir auch noch überwinden..!!!..
Meine erste Aktion war, den Bundespräsidenten zu bitten, als die neutrale Instanz, Initiative zur Besserung der Beziehungen West>Ost und Ost>West auszulösen. Vor dort wurde ich belehrt, dass und warum dies nicht möglich ist. Die Ostbeauftragte "nimmt Vorschläge als Ermutigung auf..." Übrig bleibt Initiative als Bürger, als Gesellschaft. Politische Parteien sind nicht geeignet, die eigentlich dazu passende hat bundesweite Interessen.
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